Raten­kauf – damit kein Katzen­jammer folgt!

Wer mit seinem Konto ins Minus rutscht, oder wer auf Pump einkauft, oder wer über die Kreditkarte seine Rechnung in Raten abstottert, zahlt letztlich teuer drauf.

Im schlimmsten Fall können Zinsen bis zu 22 Prozent anfallen. Das zeigt ein aktueller Test. Die AK hat die Zinsen für Kontoüberziehung, Teilzahlung, Kauf­en auf Pump mittels Kreditkarte und Konsumkredite näher unter die Lupe ge­nommen.

Teuer geborgtes Geld

„Wenn aus einer kurzfristigen Kontoüberziehung ein ‚Dauer-Minus‘ wird, kann das ganz schön ins Geld gehen“, sagen die AK KonsumentenschützerInnen. Die Bandbreite der Überziehungszinsen ist groß. Die Zinsen belaufen sich von 5,375 bis 13,5 Prozent. Das zeigt ein AK Test bei 31 Banken in Österreich laut AK Bankenrechner. „Im Schnitt kostet die Kontoüberziehung 10,375 Prozent. Und das ist kein Schnäppchen, vor allem, da die Geld- und Kapitalmarktzinsen im Keller sind“.

„Gesalzener“ Kauf auf Pump

Handelsunternehmen bieten gerne ihre Ware auch auf Teilzahlung an. AK Unter­suchungen der letzten Jahre zeigen: Teilzahlungskredite sind besonders teuer: 7,4 bis 21,7 Prozent Zinsen. Teilzahlungskredite sind – trotz Rekordtief bei den Zinsen – im Schnitt über die Jahre hoch geblieben. Achtung bei Null-Pro­zent-Zinsangeboten, ob in dem Angebot nicht hohe versteckte Neben­kos­ten enthalten sind.

Kostspieliges Abstottern mit Kreditkarte

Manche Kreditkartenfirmen ermöglichen, dass eine üppige Kredit­karten­ab­rechn­ung in Teilzahlung abgestottert wird. Dabei können Zinsen zwischen 12,5 und 14 Prozent anfallen.

Konsumkredit – Achtung, Nebenkosten

Laut AK Bankenrechner beträgt die Zins-Bandbreite eines Konsumkredites zwischen 3,5 und 9 Prozent (Effektivzinssätze, inklusive Nebenkosten bei An­nahme einer ausreichenden Bonität). Ein Kostenvergleich lohnt sich, weil nicht nur der Zinssatz, sondern auch die einmalig und laufend verrechneten Neben­kos­ten (einmalige Bearbeitungsgebühr, verlangte Kredit­rest­schuld­ver­sich­er­ung, Spesen für das Kreditverrechnungskonto) sehr unterschiedlich sein kön­nen. Konsumkredite sind derzeit günstig, aber für Weihnachtsgeschenke nicht unbedingt geeignet. „Ein Minus am Konto, Einkaufen auf Pump und das Ab­stot­tern der Kreditkartenrechnung haben eines gemeinsam: Man zahlt teuer drauf“, resümieren die AK KonsumentenschützerInnen.

Tipps, um Geld zu sparen und Fallen zu ver­mei­den

Tipps

  • Minuszinsen am Konto verhandeln: Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, wie hoch die Überziehungszinsen auf Ihrem Girokonto sind und ob der Zinssatz fix oder variabel ist. Verhandeln Sie die Über­zieh­ungs­zin­sen. Es gibt einen Spielraum! Persönliche Bonität, lang­jähr­ige Kundenbindung und Verhandlungsgeschick sind ent­schei­dend. Viele Banken bieten Angestellten von bestimmten Firmen Son­der­kon­ditio­nen bei Zinsen und Spesen. Bei Habenzinsen gibt es ebenfalls Verhandlungsspielraum. Bei manchen Instituten sind die Einlagenzinsen betragsabhängig gestaffelt.
      
  • Umschuldung überlegen: Bei einer langfristigen Konto­über­zieh­ung erwägen Sie eine Umschuldung auf einen Privatkredit. Der AK Bankenrechner unter www.ak-bankenrechner.at zeigt, wo es die güns­tigsten Kreditzinsen gibt.
      
  • Bei Kredit genau nachfragen: Erkundigen Sie sich bei einem Kon­sum­kredit, wie hoch der Effektivzinssatz ist. Das ist der Zinssatz, in dem alle Spesen miteingerechnet sind. Ein Kostenvergleich lohnt sich, weil nicht nur der Zinssatz, sondern auch die einmalig und lauf­end verrechneten Nebenkosten, etwa Bearbeitungsgebühr oder verlangte Kreditrestschuldversicherung unterschiedlich sein können.
       
  • Vorsicht, Plastikgeld sitzt locker: Mit Plastikkarte einzukaufen, ist bequem. Aber man verliert dadurch beim Shoppen schnell die Kon­trolle. Außerdem verleitet Plastikgeld zu Mehrausgaben. Legen Sie vorab fest, wie hoch Ihr Einkaufsbudget ist.
       
  • Plastikgeld – was billiger ist: Der AK Bankenrechner bietet auch einen Zahlungskarten-Rechner. Der Rechner zeigt, welche Spesen mit der Bankomat- und Kreditkarte beim Einkaufen oder Geld­ab­heb­en in Euro-Ländern oder außerhalb von Euro-Ländern anfallen. Zum Spesenvergleich kommt man schnell und einfach mit wenigen Klicks unter www.ak-bankenrechner.at.

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