Fälle aus der Beratung

Was leistet die AK konkret für einzelne Mitglieder? Bei welchen Fragen und Problemen bietet sie Beratung und Hilfe an?

Hier können Sie einige Fälle nachlesen, die unsere Expertentagtäglich beschäftigen: 

Fall 1: Rückerstattung Reisepreis

Eine Familie buchte eine Pauschalreise in die Türkei für vier Familienmitglieder. Kosten der Reise: 2.600 Euro. Zunächst verschob der Reiseveranstalter auf Grund von COVID-19 den Reisetermin. In weiterer Folge fand die Reise - wegen der COVID-bedingten Absage seitens des Reiseveranstalters - auch am „Ersatztermin“ nicht statt. Der Reiseveranstalter bot, statt der Rückerstattung des Reisepreises, zunächst lediglich einen Gutschein an. Die Familie wandte sich daraufhin an den AK-Konsumentenschutz. Nach Intervention beim Reiseveranstalter zahlte dieser den bezahlten Reisepreis in bar zurück.

Fall 2: Falsche Mahnspesen

Ein Kärntner Konsument kaufte bei einem Online-Shop ein. Nach Erhalt der Ware überwies er den Wert des Artikels in der Höhe von 50 Euro an den Verkäufer – unter Angabe der korrekten Bankverbindung sowie des Verwendungszwecks. Zuerst wurde der Betrag ohne Begründung wieder zurücküberwiesen. Daraufhin überwies der Kärntner nochmals den offenen Betrag auf das angegebene Konto unter Angabe des gleichen Verwendungszwecks. Einige Tage später erhielt er eine Mahnung über den offenen Betrag, mit der Verrechnung von Mahnspesen. Der Konsument versuchte zunächst selbst eine Lösung mit dem Shop bzw. dem Zahlungsdienstleister zu erzielen. Dennoch folgten weitere Mahnungen, bis schlussendlich das Inkassobüro den noch „offenen Betrag“ des Konsumenten einforderte. Die Gesamtforderung lag nun inklusive Mahnspesen bei 160 Euro. Nach Intervention durch den AK-Konsumentenschutz wurde von der Betreibung des Rechnungsbetrages sowie der Mahnspesen Abstand genommen.

Fall 3: Rücktrittsrecht

Ein Konsument schloss einen Vertrag über einen Online-Kurs - zu einem Gesamtbetrag in der Höhe von 2.500 Euro - im Zuge einer Informationsveranstaltung außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten des Unternehmers, ab. Der Konsument erhielt bei der Anmeldung weder eine Abschrift des Antrages noch weitere Vertragsunterlagen - insbesondere keine Unterlagen bezüglich einer ordnungsgemäßen Belehrung über das Rücktrittsrecht - ausgehändigt. Eine Kopie seines Antrages samt den wesentlichen Unterlagen erhält er erst zirka zehn Monate später. Diesbezüglich erklärte der Betroffene umgehend nach Erhalt der Unterlagen seinen Rücktritt von dem Vertrag. Dieser Rücktritt wurde zunächst seitens des Unternehmers abgelehnt, jedoch nach Intervention des Konsumentenschutzes der AK akzeptiert.


 

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