11.10.2017
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Zugang zu Fahrtkostenzuschüssen erleichtert

LHStv.in Schaunig, AK-Präsident Goach und Beiratsvorsitzende Hochstetter-Lackner präsentierten die Richtlinienänderungen bei der Kärntner Arbeitnehmerförderung: „Die Einkommensgrenzen und die Auszahlungsbeträge wurden erhöht. Damit wurden erhebliche finanzielle Entlastungen für Kärntner Arbeitnehmer geschaffen.“

Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte, für Lehrlinge, für Alleinverdienende, für Menschen mit niedrigem Einkommen: Grundlegend überarbeitete Richtlinien zur Arbeitnehmerförderung treten 2018 in Kraft. „Mit der Anpassung und Überarbeitung der Pendlerpauschale möchten wir die Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch besser unterstützen und den positiven Trend am Kärntner Arbeitsmarkt weiter stärken“, sagte Arbeitnehmerreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Konkret werden die Zuschüsse für Pendlerinnen und Pendler um bis zu fünfzig Prozent erhöht, bei einer gleichzeitigen Anhebung der Einkommensgrenze um zehn Prozent. Fahrtkostenzuschüsse können bis zu einem Jahreseinkommen von 26.400 Euro bzw. einem Monatseinkommen von 2.200 Euro beantragt werden und sind darunter gestaffelt. „Vor allem bei niedrigen Einkommen erhöht sich der Auszahlungsbetrag signifikant“, betonte Schaunig. Je nach Entfernung zum Arbeitsplatz kann der Fahrtkostenzuschuss nun bis zu 550 Euro jährlich betragen.  

AK-Präsident Günther Goach betonte, dass es sich bei den Fahrtkostenzuschüssen um eine sozialpolitische, nie um eine verkehrspolitische Maßnahme handle und belegte die wichtige Förderung mit Zahlen: „Bis Ende September 2017 wurden 7.861 Anträge positiv erledigt und 1,2 Millionen ausgezahlt. Anträge können noch bis 31. Oktober gestellt werden. Wir erwarten bis Jahresende über 10.000 Anträge.“ Goach sieht die Fahrtkostenzuschüsse als eine notwendige Stärkung des ländlichen Raumes: „Die Fahrtkostenzuschüsse sind in Kärnten besonders wichtig, da Arbeitnehmer oft aus den Landgemeinden weite Strecken an ihren Arbeitsplatz fahren müssen.“ Die Arbeiterkammer habe sich als serviceorientierte und bürokratieflache Administration bei der Auszahlung der Fahrtkostenzuschüsse bewiesen: „Wir beraten persönlich, bieten aber auch eine Online-Antragstellung an. Diese wird immer stärker nachgefragt: Waren es 2015 erst knapp 15 Prozent der Anträge, die online gestellt wurden, liegen wir heuer bereits bei 26 Prozent.“ Goach orte bei der Landesregierung ein offenes Ohr für die Anliegen der Kärntner Arbeitnehmer: „Wir als Arbeiterkammer wissen vom direkten Kontakt mit den Arbeitnehmern, wo es Probleme gibt und können diese Erfahrungen in die Beiratsarbeit einbringen.“

Beiratsvorsitzende Hochstetter-Lackner bedankte sich bei allen Mitgliedern des Beirates und Finanzreferentin Schaunig für die konstruktiven Verhandlungen: „Auch wenn das Land in einer sehr schwierigen finanziellen Lage befindet, konnten gute Lösungen für Berufspendler erreicht werden. Besonders auch für Frauen in Teilzeit: Wer zwei Tage pendelt, erhält ein Drittel, wer drei Tage pendelt, erhält zwei Drittel des Fahrtkostenzuschusses.“

Kärntner Pendler bekommen mehr Geld

Fahrtkostenzuschüsse für Berufspendler im privaten wie öffentlichen Verkehr wurden erhöht.

Mehr Zuschüsse bei kleinem Einkommen

Beispiele zeigen, mit welcher Unterstützung Pendler im nächsten Jahr rechnen können.

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