Mit 1. Juli 2021 endet die Sonder­frei­stellung für vollimmunisierte Schwan­gere in Berufen mit Körperkontakt

Achtung, Gesetzesänderung: Mit 1. Juli 2021 endet die Sonderfreistellung von Schwangeren in körpernahen Berufen – allerdings nur dann, wenn sie bereits vollständigen Impfschutz gegen SARS-CoV-2 haben.

Die Arbeitnehmerinnen müssen ihrem Arbeitgeber oder ihrer Arbeitgeberin 14 Kalendertage im Vorhinein mitteilen, wann der vollständige Impfschutz gegen SARS-CoV-2 eintritt.

Bitte kommen Sie dieser Verpflichtung nach, weil es sonst zu arbeitsrechtlichen Problemen kommen könnte.  

Was galt bisher?

Seit 1. Jänner 2021 gibt es einen Sonderfreistellungsanspruch für schwangere Arbeitnehmerinnen (ab der 14. Schwangerschaftswoche), die im Beruf Körperkontakt mit anderen Personen haben müssen.

Ihre Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen eine Gefährdung der schwangeren Mitarbeiterin vermeiden, zum Beispiel durch:

  • Änderung der Arbeitsbedingungen 
  • Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz
  • Homeoffice  

Ist das alles nicht möglich, hat die schwangere Arbeitnehmerin Anspruch auf Freistellung mit Entgeltfortzahlung. Die Arbeitgeber:innen bekommen die Kosten vom Krankenversicherungsträger ersetzt.

Was gilt seit 1. Juli 2021?

Der Sonderfreistellungsanspruch wird bis 30. September 2021 verlängert. Sie gilt jedoch ab 1. Juli 2021 nur noch für schwangere Arbeitnehmerinnen in Kontaktberufen, die keinen vollen Impfschutz gegen Sars-CoV-2 haben.  

Mit dem 1. Juli 2021 endet also ein Sonderfreistellungsanspruch, wenn der volle Impfschutz eingetreten ist, unabhängig davon, ob die Freistellung bereits vor oder erst nach dem 1. Juli 2021 begonnen hat.

Haben Sie Fragen?

Haben Sie arbeitsrechtliche Fragen zur Sonderfreistellung? Wir beraten Sie gerne! Bitte wenden Sie sich an die Arbeitsrechtshotlines Ihrer Arbeiterkammern

Wann besteht voller Impfschutz?

  •  8 Tage nach der 2. Impfung mit Comirnaty (Pfizer),
  • 14 Tage nach der 2. Impfung mit Moderna,
  • 15 Tage nach der 2. Impfung mit Vaxzevria (Astra Zeneca) und
  • 15 Tage nach der (Einmal-)Impfung mit Janssen (Johnson & Johnson).

Dazu sind freigestellte Schwangere verpflichtet

Schwangere Arbeitnehmerinnen, die aufgrund von Corona freigestellt sind, trifft ab dem 1.Juli 2021 eine gesetzliche Verpflichtung, ihrer Arbeitgeberin bzw. ihrem Arbeitgeber 14 Kalendertage im Vorhinein mitzuteilen, wann der vollständige Impfschutz eintritt.

Welche Berufsgruppen sind betroffen?

Vom Freistellungsanspruch sind beispielsweise folgende Berufe erfasst:

  • Friseurinnen
  • Stylistinnen
  • Kosmetikerinnen
  • Piercerinnen und Tätowiererinnen
  • Masseurinnen
  • Physiotherapeutinnen
  • Kindergärtnerinnen
  • Lehrerinnen mit notwendigem Körperkontakt

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