25.4.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

26,1 Millionen Euro für Arbeitnehmer erkämpft

77.804 Anfragen hat der kostenlose Rechtsschutz der Arbeiterkammer Kärnten 2016 in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bearbeitet. Damit konnten im Vorjahr insgesamt 26,1 Millionen Euro für Betroffene erkämpft werden. „Ohne Einschreiten der Rechtsexperten wären die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leer ausgegangen“, verweist AK-Präsident Günther Goach auf die erfolgreiche Bilanz.

Die Abteilung für Arbeits- und Sozialrecht, zu der auch der Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA) gehört, stand auch voriges Jahr den Beschäftigten mit Rat und Tat zur Seite. 77.804 Mal suchten Betroffene beim Rechtsschutz der AK Hilfe. 51.903 Mal wurden telefonische Auskünfte erteilt, 23.163 Mal fanden persönliche Beratungen statt. 2.738 Anfragen erreichten die AK schriftlich.

5.517 Vertretungen

Die Fachberatungen und das juristische Einschreiten der AK brachten folgende Ergebnisse: Insgesamt 5.517 Mal hat die Abteilung Sozialpolitik interveniert oder geklagt. Bei den 5.517 Vertretungen konnten insgesamt 26,1 Millionen Euro für Betroffene zurückgeholt werden:

  • 2.456 Interventionen waren notwendig und verhalfen Arbeitnehmern zu insgesamt 1,7 Millionen Euro.
  • 808 Mal musste in arbeitsrechtlichen und 919 Mal in sozialrechtlichen Angelegenheiten der Klagsweg beschritten werden. Für Betroffene konnten somit weitere 7,9 Millionen Euro zurückgebracht werden.
  • Den größten Posten stellte die Vertretung von 1.334 Personen im Falle einer Insolvenz dar. Hier konnten 16,5 Millionen Euro für Insolvenzopfer erkämpft werden.

Vertretung in Pensionsangelegenheiten

Das AK-Service beinhaltet auch die Beratung und Vertretung bei sozialrechtlichen Fragen, wie z.B. bei Arbeitsunfällen, Berufsunfähigkeit, Pflegegeld und bei Pensionsansprüchen. 2016 wurden 919 Fälle am Sozialgericht vertreten. In zirka 40 Prozent der Fälle konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Das bedeutet eine Leistung für die Betroffenen von ca. sechs Millionen Euro. Weiters wurden eine Fülle von Beratungen bei Problemen von „begünstigt Behinderten“ sowie in Altersteilzeit-Angelegenheiten durchgeführt. Allein in Altersteilzeit-Fragen werden pro Jahr im Schnitt 700 bis 800 Personen beraten.

„Seit 1992 gibt es den kostenlosen Rechtsschutz der AK Kärnten. Dieser hat inklusive des Jahres 2016 bereits 310,8 Millionen Euro für die Rechte seiner Mitglieder erstritten“, zieht Susanne Kißlinger, die neue Leiterin der Abteilung für Arbeits- und Sozialrecht in der AK, eine Gesamtbilanz.

370 Insolvenzen bearbeitet

„Firmeninsolvenzen machen noch immer den Mammutanteil an der Rechtsschutztätigkeit aus“, erklärt Kißlinger weiter. Der ISA hat sich im Vorjahr mit 370 Firmeninsolvenzen beschäftigt. In 1.334 Fällen wurden insgesamt 16,5 Millionen Euro beim Insolvenz-Entgelt-Fonds geltend gemacht. Die Vertretungsfälle blieben im Vergleich zum Vorjahr fast ident hoch. Allerdings stieg die Summe von 10,8 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 16,5 Millionen Euro im Vorjahr.

„Jeder Arbeitslose ist einer zu viel!“

AK-Präsident Goach fordert das Kündigungsverbot im Krankheitsfall und den steuerfreien Mindestlohn von 1.500 Euro.

Lange „Schwarze Liste“

Beispiele aus der Praxis der AK-Rechtsabteilung zeigen, mit welchen Problemen Kärntner Arbeitnehmer zu kämpfen haben.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK