19.4.2018
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Rechtsschutz erkämpfte im Vorjahr 13,7 Mio. Euro

 

Die Abteilung Arbeits- und Sozialrecht hat 2017 rund 78.800 Beratungen durchgeführt. Damit konnten insgesamt 13,7 Millionen Euro für Kärntner Arbeitnehmer erstritten werden. „Am häufigsten waren die AK-Experten mit Auflösungen von Dienstverhältnissen konfrontiert – die Arbeitnehmer wären ohne unser Einschreiten leer ausgegangen“, sagte AK-Präsident Günther Goach zur Bilanz.  

Fehlerhafte Arbeitspapiere, nicht ausbezahlte Beendigungsansprüche oder Kündigungen im Krankenstand waren nur ein Teil der insgesamt 78.800 Beratungen, mit denen sich die Abteilung für Arbeits- und Sozialrecht in der Arbeiterkammer Kärnten auseinandersetzte. 50.075 Mal standen die AK-Experten telefonisch mit Rat und Tat zur Seite, 25.757 Mal wurden persönliche Beratungsgespräche in der AK in Klagenfurt sowie in den weiteren sechs AK-Bezirksstellen durchgeführt. 2.968 Anfragen kamen per Brief, Mail, sozialen Medien oder Fax. 

Interventions- und Klagsweg brachte 3,7 Millionen 

2.348 Mal intervenierten die Rechtsexperten der Arbeiterkammer mit dem positiven Ergebnis, dass den Arbeitnehmern 1,7 Millionen Euro zugesprochen wurden. „Die für Betroffene erkämpfte Summe von 3,7 Millionen Euro zeigt, wie wichtig der kostenlose Rechtsschutz für unsere Mitglieder ist“, betonte der AK-Präsident. 730 Mal musste der Klagsweg beschritten werden. Dadurch konnten zwei Millionen Euro für Kärntner Arbeitnehmer erstritten werden. 31 Prozent der Klagen konnten innerhalb von drei bis sechs Monaten abgeschlossen werden – 44 Prozent der Verfahren schon innerhalb von drei Monaten. Durch die Rechtsberatungen und das juristische Einschreiten der AK wurden im Arbeitsrecht insgesamt 3,7 Millionen Euro erkämpft. Bei den Sozialrechtsfällen musste 1.019 Mal der Klageweg beschritten werden. Davon wurden 605 Fälle positiv abgeschlossen. 

„Seit 1992 kämpfen die AK-Experten für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.   In den letzten 26 Jahren wurden mit dem kostenlosen Rechtsschutz der Arbeiterkammer Kärnten bereits insgesamt 324,5 Millionen Euro für Betroffene erstritten werden“, erklärt AK-Präsident Günther Goach.  

AK-Ersthilfe-Darlehen im Insolvenzfall

Mit 320 Firmeninsolvenzen im Vorjahr waren es zwar um 50 weniger als noch im Jahr 2016, dennoch bleibt die Zahl der Pleiten für den Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA) eklatant hoch. Der ISA konnte bei insgesamt 1.049 Vertretungsfällen rund zehn Millionen Euro beim Insolvenz-Entgelt-Fonds geltend machen. Die größte Insolvenz stellte im Vorjahr die MLW-Montagen GmbH dar, die 138 Mitarbeiter betraf. 

„Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig ist, steht der ISA mit seinem Know-how als Insolvenzberater sofort zur Verfügung. Aufgrund des Insolvenzverfahrens warten Pleiteopfer oft monatelang auf ihre ausstehenden Ansprüche“, so Goach und erklärt: „Darum haben wir 2017 die ‚AK-Insolvenz-Soforthilfe‘ ins Leben gerufen, welche den Insolvenzopfern als Überbrückung für bevorstehende monatliche Zahlungen dienen soll.“ 

Der ISA in Klagenfurt ist Anlaufstelle für alle Opfer von Firmenkonkursen. Er hat die Stellung eines bevorrechteten Gläubigerschutzverbandes. Der ISA errechnet im Konkursfall offene Lohn- und Gehaltsansprüche der Mitarbeiter und bringt die Forderungsanmeldungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds ein.  

Erfolgsmodell in der Beratung: AK-Elternfrühstück

Durch die neuen Bestimmungen für das Kinderbetreuungsgeld, die seit 1. März 2017 gelten, zeigte sich, dass großer Bedarf zu diesem Thema bestand. Nach den Infoveranstaltungen im Vorjahr: „Kinderbetreuungsgeldkonto Neu“, wurden 2017 sogenannte „AK-Elternfrühstücke“ abgehalten. Im Durchschnitt nahmen rund 20 Personen pro Veranstaltung in Klagenfurt, Villach, Spittal und Wolfsberg teil. Aufgrund der hohen Nachfrage finden die Elternfrühstücke noch bis Juni 2018 statt.  

Zusätzlich wurden im Vorjahr noch zwei PraktikerInnenseminare zu „Krankenstand und Wiedereinstieg“ und „Diskriminierung – Schutz und Folgen im Arbeitsrecht“ abgehalten. Über 200 Interessierte nahmen daran teil. 

Kostenlose Broschüren sehr gefragt trotz Digitalisierung

Der Service, sich Broschüren zusenden zu lassen oder persönlich in der AK Kärnten sowie in den AK-Bezirksstellen abzuholen, wurde intensiv genützt. Rund 23.000 Mal wurden Broschüren im Bereich Arbeits- und Sozialrecht ausgegeben. Davon wurde die Broschüre „Wenn ein Baby kommt“ mit 3.654 am Häufigsten nachgefragt, gefolgt von „Geburt eines Kindes“ mit 2.854. Der Informationsfolder „Teilzeitarbeit“ wurde 2.266 Mal angefordert.

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