AK-Präsident Goach: „Jetzt besonders ältere Arbeitnehmer verstärkt fördern“

32.800 Kärntner sind derzeit ohne Job. Besonders der Anstieg bei den älteren Arbeitslosen, fast 6.200 Personen sind ohne Job, ist dramatisch. „Die schwierige Arbeitsmarktlage für Ältere muss durch verstärkte Qualifizierungsmaßnahmen abgefedert, aber auch bei den kommenden Verhandlungen über die Hackler- und Invaliditätspension berücksichtigt werden“, betont AK-Präsident Günther Goach.

Die internationale Konjunkturkrise hinterließ auch im Jänner tiefe Spuren am Kärntner Arbeitsmarkt. 29.050 Personen waren als arbeitslos gemeldet, weitere 3.700 befanden sich auf Schulung. Damit sind die Arbeitslosenzahlen in Kärnten zwar etwas schwächer als im Bundesschnitt gewachsen, aber gerade bei der Problemgruppe der älteren Arbeitslosen war der Anstieg in Kärnten mit 12,2 Prozent überdurchschnittlich.

Die Konjunkturpakete haben zwar geholfen, Schlimmeres zu verhindern und auch die Kurzarbeit als zeitlich befristete Maßnahme hat zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes beigetragen, 2010 wird aber ein weiteres schwieriges Jahr für den Kärntner Arbeitsmarkt. „Jetzt ist ein Arbeitsmarktpaket für die Gruppe der älteren Arbeitnehmer unbedingt notwendig“, betont Goach und präzisiert, dass neben der Prävention im Gesundheitsbereich auch neue Arbeitszeitmodelle entwickelt und verstärkt Maßnahmen zum raschen Wiedereinstieg in den Job getätigt werden müssen.

„Der Fokus muss weiterhin auf Qualifizierung gelegt werden. Je höher die Qualifikation der Arbeitnehmer ist, desto höher sind die Chancen am Arbeitsmarkt“, so der AK-Präsident. „Die schwierige Arbeitsmarktlage für Ältere muss außerdem bei den kommenden Pensionsverhandlungen berücksichtigt werden“, betont Goach.

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