Post: Arbeiterkammer erneuert Forderung nach Stopp der Schließungswelle

(AK/61) – „Mit dem Kahlschlag der Postämter in Kärnten – und hier besonders im ländlichen Raum – muss endlich Schluss sein!“, fordert AK-Präsident Günther Goach. Die notwendige Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen darf nicht dem Profitdenken der Post AG zum Opfer fallen.

„Die heute bekannt gewordene, neuerliche Schließungswelle mehrerer Postämter ist ein weiterer Mosaikstein zur endgültigen Ausdünnung des Postfilialnetzes“, kritisiert Goach. Seit dem Jahre 2002 ist bereits rund die Hälfte der Postämter in Kärnten aufgelassen worden. Bis 2013 sollen der Kärntner Bevölkerung nur noch 19 Postämter zur Verfügung stehen.

Postkunden erwartet damit nicht nur weitere Anfahrtswege zum nächsten Postamt, sondern auch längere Wartezeiten. Es ist fraglich, ob eventuelle nachfolgende Postpartner Postdienstleistungen in ausreichender Qualität erbringen können. So werden durch die Ersatzdienstleister meist keine Bankgeschäfte abgewickelt. Zudem verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer in der Post-Branche.

Laut dem AK-Präsidenten ist es höchste Zeit, dass die Bundes- und Landespolitik endlich aktiv wird und sich für den Erhalt der flächendeckenden Versorgung mit Postdienstleistungen, insbesondere im ländlichen Raum, einsetzt. Die AK fordert den sofortigen Schließungs-Stopp und ruft Landeshauptmann Gerhard Dörfler sowie Infrastrukturministerin Doris Bures zum Handeln auf.

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